Die Naturfreunde Österreich setzen sich seit ihrer Gründung für den Schutz unserer Natur und Umwelt ein. Denn wer die Natur erlebt, lernt sie schätzen und übernimmt Verantwortung für ihren Erhalt. Naturschutz bedeutet für uns mehr als schöne Landschaften zu bewahren. Er umfasst den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, den Schutz der biologischen Vielfalt, klimafreundliche Mobilität und nachhaltiges Wirtschaften. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern zeigen wir, dass Naturerlebnis und Umweltschutz kein Widerspruch sind, sondern zusammengehören.
Nachhaltigkeit auf unseren Hütten
Mit über 130 Naturfreundehütten in ganz Österreich übernehmen wir Verantwortung für einen nachhaltigen Tourismus. Viele unserer Hütten setzen auf regionale Lebensmittel, energieeffiziente Maßnahmen, einen sparsamen Umgang mit Ressourcen und eine umweltfreundliche Bewirtschaftung.
Ein sichtbares Zeichen dafür ist das Österreichische Umweltzeichen. Mittlerweile tragen bereits 20 Naturfreundehütten in ganz Österreich das Österreichische Umweltzeichen. Sie stehen für ressourcenschonendes Wirtschaften, regionale Wertschöpfung und gelebten Umwelt- und Klimaschutz. Seit 2023 kamen mit dem Leopold-Happisch-Haus, dem Traunsteinhaus, dem Hofgasteinerhaus und der Rauchenbühelhütte vier weitere ausgezeichnete Häuser hinzu.
Die Naturfreunde-Hüttenchallenge
Mit unserer Hüttenchallenge zum Weltumwelttag verbinden wir Wandern, Genuss und Umweltbildung. Auf ausgewählten Naturfreundehütten erwarten Besucher:innen vegetarische und vegane Klimaschmankerln, Rezeptkarten zum Nachkochen sowie ein Gewinnspiel.
Im Mittelpunkt stehen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs). Gemeinsam mit dem Österreichischen Umweltzeichen und den Österreichischen Bundesforsten wurde dazu ein interaktives SDG-Quiz entwickelt. Es vermittelt Wissenswertes über Biodiversität, den ökologischen Fußabdruck und nachhaltiges Leben – und zeigt, dass Klimaschutz Freude machen kann. Die Hüttenchallenge macht deutlich: Nachhaltigkeit beginnt oft mit kleinen Entscheidungen – etwa einer klimafreundlichen Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, regionalem Essen auf der Hütte oder einem respektvollen Verhalten in der Natur.
Klimafreundlich unterwegs
Wer die Berge liebt, schützt sie auch. Deshalb motivieren die Naturfreunde dazu, Wander- und Bergtouren möglichst mit Bahn und Bus zu erreichen. Viele unserer Tourenziele sind hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. So werden CO₂-Emissionen reduziert und gleichzeitig Natur und Lebensqualität erhalten. Darüber hinaus informieren wir regelmäßig mit Broschüren, Veranstaltungen und Beiträgen im Magazin Naturfreund über nachhaltige Freizeitgestaltung, klimafreundliche Mobilität sowie den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt.
Gemeinsam für eine starke Natur
Naturschutz braucht starke Partnerschaften. Deshalb arbeiten die Naturfreunde mit zahlreichen Organisationen und Institutionen zusammen, unter anderem im Rahmen der Umweltallianz Österreich sowie mit dem Österreichischen Umweltzeichen, den Österreichischen Bundesforsten und vielen weiteren Partner:innen. Gemeinsam entwickeln wir Projekte, schaffen Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz und setzen uns für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein.
Unsere Stimme für die Natur
Naturschutz bedeutet auch, dort Stellung zu beziehen, wo wertvolle Natur- und Lebensräume bedroht sind. Die Naturfreunde bringen sich daher aktiv in umweltpolitische Diskussionen ein und setzen sich für nachhaltige Lösungen ein. Aktuell engagieren wir uns unter anderem gegen den geplanten Ausbau des Kraftwerks Kaunertal. Wir fordern, einzigartige alpine Lebensräume zu erhalten und Eingriffe in sensible Naturräume sorgfältig abzuwägen. Denn der Ausbau erneuerbarer Energien darf nicht auf Kosten besonders schützenswerter Ökosysteme erfolgen.
Gemeinsam Verantwortung übernehmen
Ob auf unseren Hütten, bei Wanderungen, in Umweltbildungsprojekten oder durch unser gesellschaftliches Engagement – die Naturfreunde zeigen jeden Tag, dass Naturschutz dort beginnt, wo Menschen Verantwortung übernehmen.
Denn nur gemeinsam können wir unsere Natur für kommende Generationen bewahren.